
Hund alleine lassen
Von bellenden Nachbarn bis zum entspannten Hund: so lehrst du deinem Hund, alleine zu sein.
Die Tür geht zu. Du hörst es schon: Bellen, Jaulen, Kratzen. Oder schlimmer: eine zerstörte Couch, Pfützen auf dem Boden. Trennungsangst ist keine Sturheit—es ist purer Stress. Die gute Nachricht: fast jeder Hund kann lernen, kurz oder länger alleine zu sein. Es braucht Geduld, einen Plan und den richtigen Ansatz.
🧠 Warum fällt Hunden Alleinsein so schwer?
Hunde sind Rudeltiere. In der Natur bedeutet Alleinsein: verwundbar sein. Für viele Hunde fühlt sich das Weggehen ihres Besitzers wie eine Bedrohung an. Sie wissen nicht, ob du zurückkommst.
Manche Hunde haben zudem eine Vergangenheit: Vernachlässigung, Tierheim oder Trauma. Für sie ist Vertrauen aufbauen besonders wichtig. Keine Strafe, keine Wut—nur Struktur und positive Assoziationen.

📋 5 Tipps die wirklich funktionieren
- 1. Baue schrittweise auf. Beginne mit Sekunden: Tür zu, sofort wieder auf. Dann eine Minute. Dann fünf. Nie länger als dein Hund aushält.
- 2. Mache Gehen und Kommen langweilig. Keine dramatischen Abschiede, keine überschwänglichen Begrüßungen.
- 3. Gib vor dem Gehen einen Leckerbissen oder Kong. So verbindet dein Hund dein Gehen mit etwas Positivem.
- 4. Sorge für genug Bewegung und geistige Auslastung vor dem Gehen. Ein müder Hund ist ein ruhiger Hund.
- 5. Erwäge einen Verhaltenstherapeuten, wenn es nicht klappt.
⏱️ Wie lange kann ein Hund alleine sein?
Welpen und junge Hunde: max. 2–4 Stunden. Erwachsene Hunde: 4–6 Stunden ist für die meisten machbar. Länger als 8 Stunden alleine ist für wenige Hunde ideal.
Unterstütze Hunde die auf ein Zuhause warten
Saved Souls gibt geretteten Hunden eine zweite Chance. Deine Spende hilft sie zu füttern, zu pflegen und zu heilen—auch von Angst.
Jetzt spenden